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Leseprobe 1
Fouad Twal
Leben aus der Hoffnung
Zur Situation der Christen im Lateinischen Patriarchat Jerusalem
Ich freue mich sehr, dass die Herausgeber von Wort und Antwort, der dominikanischen Zeitschrift, die sich mit Fragen des Glaubens und der Gesellschaft beschäftigt, mich gebeten haben einen Beitrag in ihrem Heft zum Thema Christen im Orient zu schreiben. Ich danke ihnen für ihre gute Arbeit für Christus und Seine Kirche und für ihren Dienst an der Gesellschaft. Als Araber und Lateinischer Patriarch von Jerusalem erfüllen die Fragen der christlichen Gemeinden im Orient mein Herz, meine Seele und meine täglichen Gebete. Ich fühle die Notwendigkeit, besonders anderen Christen über die außergewöhnliche Berufung und das Zeugnis zu berichten, zu dem Gott die Menschen im Heiligen Land berufen hat. Christ in dem Land zu sein, in dem unser Herr Jesus Christus unser Heil bewirkt hat, ist ein einzigartiges Privileg und eine Quelle des Stolzes für alle Getauften, die dieses Land ihre Heimat nennen. Wir spüren ein besonderes Verantwortungsgefühl, alle in diesem Land zu begrüßen, besonders die, die sich zu Jesus bekennen, um ihnen nicht nur die Steine und die Denkmäler zu zeigen, die an die Ereignisse erinnern, die auch heute noch so wirkungsmächtig in der Welt sind, sondern auch die „lebendigen Steine“, die Christen, die noch heute mit ihrem Leib und mit ihrem Blut Zeugnis geben für das irdische Handeln Jesu. Wir verstehen, dass wir eine besondere Rolle einnehmen, nicht nur als der Mittelpunkt der Besorgnis anderer Christen in der Welt, sondern auch als Bewohner des Landes, das von allen drei abrahamitischen Religionen als heilig bezeichnet wird.

Aber es sollte nicht schockieren, dass das Privileg im Heiligen Land zu leben noch eine andere Seite hat, eine Herausforderung, die Jesus schon seinen Jüngern verkündete: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir“ (Mk 8,34). In diesem geteilten und von Konflikten erschütterten Land haben die Christen, wie Jesus selbst vor ihnen, die Aufgabe, ein neues Verständnis des Lebens zu zeigen, das Gerechtigkeit durch Versöhnung und Verzeihung ermöglicht. Sie sollen handeln wie ein Lamm, nicht verborgen unter einem Scheffel, „sondern man stellt (das Licht) auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus“ (Mt 5,15).

Die Situation in den verschiedenen Gebieten

Das Heilige Land erstreckt sich über ein unterschiedliches und zerteiltes Gebiet. Wenn man die Situation der Christen im Heiligen Land betrachtet, sollte man nicht vergessen, dass es sich in zumindest fünf verschiedene Gebiete teilt, die gewiss miteinander verbunden sind, aber alle durch ihre unterschiedlichen politischen und sozialen Bedingungen, einen je eigenen Einfluss auf die christlichen Gemeinschaften haben. Die vier Regionen sind Jordanien, Zypern, Israel, Jerusalem und das Westjordanland mit dem Gaza-Streifen, die eine eigene Region bilden. Alle diese Gebiete nehmen für sich zu Recht in Anspruch, biblisch zu sein. Sie sind die Heimat von bedeutenden heiligen Stätten und teilen viele Charakteristika. Nun es ist sinnvoll, einen gesonderten Blick auf jede einzelne Region zu werfen.

Die Insel Zypern ist geteilt zwischen den Türken im Norden und der Republik Zypern im Süden, einem griechischsprachigen Staat, in dem die Griechisch-Orthodoxe Kirche die überwältigende Mehrheit bildet, in dem es aber auch eine traditionsreiche und verlässliche lateinisch-katholische Gemeinde gibt. [...]


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