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Unsere aktuelle Ausgabe 1/2022 zum Thema
»
Maß und Mitte. Zwischen den Rändern«
mit folgenden Beiträgen:

Stichwort

Inocent-Mária V. Szaniszló

Tugend des Maßhaltens
Wenn man in dieser Ausgabe von „Wort und Antwort“ über moralische Tugenden sprechen möchte, insbesondere über die Tugenden der Mäßigung, dann muss man mit einem Mentalitätswandel namens Metanoia beginnen. Dies wiederum setzt voraus, dass Streben nach der Stetigkeit guten Verhaltens Tugend genannt wird. Die Tugenden sind, ebenso wie die Laster, ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Charakters. Die Tugend ist eine positive Antwort des Menschen auf die moralische Forderung nach ethisch gutem Verhalten.1 Dennoch gebraucht man den Tugendbegriff heute selten. Man spricht lieber von Werten, obwohl Tugend nichts anders ist als Stetigkeit im Wertverhalten.2 Tugend ist eine moralisch gute Eigenschaft, die den Menschen zum moralischen Guten führt. Dies setzt, laut Rahner, die richtige Grundentscheidung voraus (optio fundamentalis).3

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Leseprobe 1
Jochen Sautermeister
Souveränität und Authentizität
Existenzielle und psychologische Anmerkungen zum Maßhalten
Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragMaßvoll zu leben, in Balance zu sein und aus der Mitte heraus zu handeln – all das zählt zu den Basics populärer Klugheitsregeln und Lebensweisheiten und findet bis in Werbeslogans, Buchtitel und Lifestyle-Angebote hinein seinen Niederschlag. In diesen bildhaften Wendungen kommt eine menschliche Sehnsucht zum Ausdruck, die um die Gefährdetheit und Brüchigkeit eines authentischen, stimmigen Lebens weiß; eine Sehnsucht, die sich aus der Erfahrung von existenzieller Unsicherheit und Orientierungsnot, von innerem Zweispalt und Uneindeutigkeit, von emotionalen Turbulenzen und dem Ausgeliefertsein an eigene Affekte, Gefühle und Motive sowie dem Ringen um richtige Entscheidungen und persönliche Handlungssouveränität speist.


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Leseprobe 2
Damian Boeselager
Wider der politischen Entfremdung
Mitte statt Extreme: „Volt Europa“
Gerne habe ich mich von politischen Kommentaren berieseln lassen. Man kann dem Autor oder der Autorin im Geiste zustimmen oder widersprechen, man kann die spannendsten Ideen und Fakten in seine eigenen Gedanken und Gespräche mitnehmen. Aber es birgt eine Gefahr, ausschließlich Konsument von politischen Geschehnissen zu sein. Denn wenn die Mitte der Gesellschaft nur passiv aufnimmt, wird sie von den aktiven Extremen übertönt. Und im Getöse der Extreme polarisiert sich die Gesellschaft, kreiert unüberbrückbare Glaubenssätze und die Mitte schwindet. Daher folgt hier mein Plädoyer für eine aktive Mitte.


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Leseprobe 3
Heinrich Geiger
Das Wahre verbirgt sich nicht
Konzeptionen von Maß und Mitte in China
Die Idealvorstellungen von Maß und Mitte, wie sie in dem frühkonfuzianischen Traktat Die Anwendung der Mitte (zhongyong) formuliert sind, atmen den rationalen Geist des Konfuzianismus. Sie orientieren sich an einem Verständnis von Welt, dem jedes Mysterium fremd ist. Im „Gewinnen der Wahrheit“ (cheng zhi) besteht der „Weg des Menschen“ (ren dao). Doch, nachdem ihre Ordnungsvorstellungen in der Zeit der Streitenden Reiche (475–221 v. Chr.) ins Wanken geraten waren, lassen die Vorstellungen der Konfuzianer Zeichen einer „spekulativen Ohnmacht“ erkennen. In der Qin-Dynastie (221–206 v. Chr.) wurde der Konfuzianismus sogar unterdrückt. Gezwungenermaßen mussten sich seine Vertreter an den Gedanken gewöhnen, dass sich auch nach der Reichsgründung durch den Ersten Kaiser von China, Qin Shihuangdi (259–210 v. Chr.), im Jahr 221 v. Chr. die Erfüllung ihrer Hoffnung auf die Oikumene des Geistes nicht einstellen wollte. Um dennoch an ihr auf der ideellen Ebene festhalten zu können, griffen sie zu einem Trick: Sie unterschieden zwischen einer „Herrschaft durch Tugend“, idealiter verkörpert durch Konfuzius, und einer „Herrschaft durch Institutionen“, für die ihnen als abschreckendes Beispiel die Herrschaft des betont antikonfuzianischen Ersten Kaisers von China diente.


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