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Unsere aktuelle Ausgabe 3/2026 zum Thema
»
On Revolution. 250 Jahre unabhängig«
mit folgenden Beiträgen:

Stichwort
Philipp Gassert
Etwas Neues am Horizont der Weltgeschichte – der 4. Juli 1776
Als die 13 nordamerikanischen Kolonien sich am 4. Juli 1776 für unabhängig vom Britischen Reich erklärten, war für viele europäische Beobachter, sofern sie sich für das vermeintlich wilde Land an der Westseite des Atlantiks überhaupt interessierten, nicht ganz erkennbar, was da eigentlich passierte. Es waren die letzten Jahre des „alten Fritz“, von Maria Theresia und Katharina der Großen. Die hatten gerade Polen-Litauen unter sich aufgeteilt und waren mit ihren eigenen Problemen und Kriegen beschäftigt.

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Leseprobe 1
Thomas Schärtl-Trendel
Gegen-Kulturen in den USA?
Katholisches Ringen mit dem Liberalismus und Pluralismus
Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragDie amerikanische Bischofskonferenz galt als gespalten; Bischöfe, die einer sozusagen doktrinal unmissverständlichen Linie folgten, wie sie von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. vorgegeben schien, standen jenen Amtsinhabern gegenüber, die sich mit Papst Franziskus für eine Kirche aussprachen, die an die Ränder gehen sollte. Selbst die Wahlen zum Vorsitz der Bischofskonferenz galten als polarisiert. 
Inmitten dieser spannungsreichen Situation, die auch eine nicht zu verkennende Lagerbildung unter den Gläubigen spiegelte, ist es Papst Leo XIV. gelungen, eine neue Art der Einmütigkeit zu inspirieren. Bemerkungen des derzeitigen amtierenden US-Vizepräsidenten, J. D. Vance, über eine kommunitaristisch-nationalistisch gestaffelte Abstufung der Nächstenliebe, aber auch Trumps pseudomessianische Apotheose seiner Amtsführung haben sowohl päpstlichen als auch bischöflichen Widerspruch ausgelöst.


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Leseprobe 2
Benjamin Dahlke
Independence Day
Die Unabhängigkeitserklärung von 1776 und der US-Katholizismus
Anders als im deutschsprachigen Raum gibt es in den USA kaum staatliche Feiertage. Zu den wenigen Tagen, an denen Behörden und Geschäfte landesweit geschlossen sind, zählt der sogenannte Independence Day. Er erinnert an den 4. Juli 1776, als Delegierte aus 13 Kolonien entlang der nordamerikanischen Atlantikküste in Philadelphia die Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien erklärten. Infolgedessen begann ein langwieriger, brutaler Krieg. Er endete mit der militärischen Niederlage der europäischen Großmacht. Danach galt es, für die neu entstandenen Vereinigten Staaten eine Verfassung auszuarbeiten und politische Strukturen zu schaffen. Für die Amerikanerinnen und Amerikaner wurde der Independence Day mit der Zeit zu einem wichtigen, ja geradezu identitätsstiftenden Gedenktag.


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Leseprobe 3
Michael Hochgeschwender
Revolutionäre Freiheit und demokratischer Rassismus
Das ideelle Erbe der Amerikanischen Revolution
Am 4. Juli 1776 billigte der Kontinentalkongress als oberste legislative und exekutive Institution der 13 aufständischen nordamerikanischen Festlandskolonien den Entwurf für die zwei Tage zuvor verfasste Declaration of Independence, die Unabhängigkeitserklärung der neuen Vereinigten Staaten von Amerika. Das brisante Schriftstück, das faktisch einer Kriegserklärung an das Mutterland Großbritannien gleichkam, war offiziell das Produkt einer dreiköpfigen Kommission, bestehend aus Thomas Jefferson, einem radikalen Großgrundbesitzer aus Virginia, John Adams, einem moderaten Juristen aus Boston in Massachusetts, dem Ausgangsort der Revolution und Benjamin Franklin, einem Publizisten und im gesamten nordatlantischen Raum bekannten und bestens vernetzten Intellektuellen, der lange für seine Heimatkolonie Pennsylvania als Koloniallobbyist in London verbracht hatte. Eigentlicher Autor aber war Jefferson, der jüngste der drei, obwohl ihn mit Adams eine langjährige Intimfeindschaft verband.


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