zur StartseiteZugang für Abonnenten
Startseite » Archiv » Ausgabe 4/2009 » Leseprobe 3
Titelcover der archivierte Ausgabe 4/2009 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Den Aufbau eines jeden Heftes
finden Sie hier.
Wir über uns
Unsere Schwerpunkte und Akzente finden Sie hier.
Die Schriftleitung
stellt sich hier vor.
Unsere Autoren
Die Jahresverzeichnisse ab 2010 finden Sie hier.
Ausgaben der letzten Jahre
Die kompletten Ausgaben
im PDF PDF-Format
finden Sie hier.
<<< zur vorherigen Ausgabe zur nächsten Ausgabe >>>
Leseprobe 3
Sonja Rupp
Schreiben als Menschwerdung
Amos Oz, Eine Geschichte von Liebe und Finsternis
„Als kleiner Junge wollte ich, wenn ich einmal groß wäre, ein Buch werden. Nicht Schriftsteller, sondern ein Buch“. In diesem fiktional erinnerten Ausspruch des Protagonisten und Ich-Erzählers aus dem dritten Kapitel des Romans kommt ein Kernstück seiner Lebensproblematik zum Ausdruck. Dass er als erwachsener Mann letztlich doch nicht Buch, sondern Schriftsteller wird, ist Teil einer komplexen Entwicklung, Teil seiner Selbstwerdung. Um diese soll es im Folgenden gehen.

Autobiografie und Fiktion

Der Roman erzählt die Geschichte des Jungen Amos und seiner aus dem osteuropäischen Judentum stammenden, weit verzweigten Familie. Er setzt ein im Jerusalem der vierziger Jahre, dem Ort, an den seine Eltern wie auch etliche der anderen emigrierten Juden vor den Verfolgungen und der existentiellen Bedrohung durch die Nationalsozialisten fliehen konnten – im Gegensatz zu den unzähligen anderen, denen dies nicht oder nicht mehr gelang.

Im Roman werden Autobiografie und Fiktion mit der Geschichte des Staates Israel zur Zeit seiner Entstehung sowie der Lebenswelt des osteuropäischen Judentums eng verknüpft. So wird aus der Perspektive des Ich-Erzählers, der zugleich Romanfigur ist, die Geschichte des Autors und seiner Vorfahren fiktional rekonstruiert, angefangen um 1900 bei den Urgroßeltern in Litauen und der Ukraine, bis hin zum komplexen Verhältnis des Autors zu seiner Heimat Israel. Dabei lässt sich der Ich- Erzähler wie in einer Psychoanalyse von seinen Erinnerungen treiben, springt zuweilen um hundert Jahre vor oder zurück, greift stellenweise bereits Erwähntes wieder auf, wiederholt es, betrachtet es unter einem anderen Aspekt oder schildert es ausführlicher.

Der entscheidende Punkt, auf den hin der Roman unaufhörlich zuläuft, um den er in verschiedenen Variationen, Rückblenden und Vorausblicken kreist, ist der Selbstmord der Mutter des Protagonisten Amos. Mit ihm endet der Roman, endet „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“, die Geschichte einer kleinen Familie, Vater, Mutter und Sohn, und einer enttäuschten Liebe. [...]


Lesen Sie den kompletten Artikel in der Printausgabe.

Zurück zur Startseite
Unsere Abos
Sie haben die Wahl ...
weitere Infos zu unseren Abonnements
Infos für unsere Autor/-innen
finden Sie hier.
Die Presse über uns
Meinungen
Newsletter
Unser Newsletter informiert Sie über die Inhalte der neuesten Ausgabe.
Anzeigen
Mit Anzeigen und Inseraten erreichen Sie Ihre Zielgruppe. Anzeige aufgeben

Unsere neue Dienstleistung für Verlage, die Ihr Abogeschäft in gute Hände geben wollen.


aboservice

mehr
Informationen


Wort und Antwort
Telefon: +49 (0)711 / 44 06-140 · Fax: +49 (0)711 / 44 06-138
Senefelderstraße 12 · D-73760 Ostfildern
Kontakt | Sitemap | AGB | Widerruf | Datenschutz | Impressum