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Unsere aktuelle Ausgabe 2/2010 zum Thema »Minderheiten. Stärke durch Schwäche?« mit folgenden Beiträgen:
Stichwort
Bernhard Kohl
Minderheiten
Minderheiten sind in Mode. Von Kritikern, beispielsweise im bundesdeutschen Kontext, mag die zunehmende Zahl von Menschen die einer Minderheit, also nicht der gefühlten Mehrheit, angehören, als bedrohlich empfunden werden. Minderheiten, wenigstens die zugewanderten, seien eine Gefahr für unser liberales, demokratisches System und eine Gefahr für unsere wirtschaftlichen Interessen. Tatsache ist allerdings, dass die Mehrheit dieser Minderheiten, in Abhängigkeit von ihrem Ausbildungsstand, gesetzestreu ist und mehr Arbeitsplätze schafft, als sie verringert.
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Leseprobe 1
Henrik Richard Lesaar
Minderheitenschutz im nationalen und internationalen Recht
In beinahe allen Staaten Europa stellt sich die Frage nach dem Umgang mit Minderheiten. Länder wie etwa Spanien (Basken, Galizier, Katalanen), Frankreich (Bretonen, Korsen), Vereinigtes Königreich (Iren), Belgien (Deutsche), Finnland (Schweden, Samen), Baltikum (Russen), Slowakei (Ungarn), Rumänien (Deutsche, Ungarn), Bulgarien (Türken), Griechenland (Türken), Italien (Südtiroler) und Österreich (Slowenen) haben verschiedene politische und rechtliche Instrumente zur Bewältigung dieser Herausforderung entwickelt. Aber auch in Deutschland ist die Frage nach dem Umgang mit Minderheiten aktuell.
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Leseprobe 2
Meinhard Korte
Besonderheit als Chance oder Gefahr
Psychoanalytische Gedanken zum Thema Minderheiten
Teil einer Minderheit zu sein, kann sehr unterschiedliche Gefühle hervorrufen und Folgen haben. Dies hängt nicht nur davon ab, durch welche Eigenschaften die jeweilige Minderheit definiert ist, sondern auch, welche Bedeutung diese Eigenschaften für die Mehrheit haben. Bezüglich sehr vieler Eigenschaften gehört jeder Mensch mal zur Minderheit, mal zur Mehrheit. Nicht zuletzt hängt es davon ab, wo er sich befindet – in Anlehnung an den Ausspruch: „Alle Menschen sind Ausländer – fast überall“.
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Leseprobe 3
Mariano Delgado
Christen unter islamischer Herrschaft in Spanien
Einige Verhaltenstypologien
„Dort (in Spanien) gab es eine ausgeprägte Tradition des Dialogs der Religionen. Er ergab sich aus dem friedlichen Neben- und Miteinander von Muslimen, Juden und Christen. Sechs Jahrhunderte lang bestand diese Koexistenz in Spanien unter der toleranten maurischen Herrschaft. Und erst die christliche Rückeroberung setzte dem ab 1492 mit der schrittweisen Vertreibung und Verfolgung Andersgläubiger ein gewaltsames Ende.“ Geschichtsklitterungen dieser Art sind heute immer wieder zu lesen. Wie ging es aber wirklich den spanischen Christen unter islamischer Herrschaft?
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