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Leseprobe 1
Bernhard Kohl
Gottebenbildlichkeit im Prozess
Man wird eingestehen müssen, dass sich die verstreuten biblischen Belege zur Gottebenbildlichkeit nur bedingt als Basis für eine umfassende biblische Anthropologie heranziehen lassen. Und dennoch hat keine andere Offenbarungsaussage über den Menschen einen ähnlichen Siegeszug antreten können wie eben diejenige von der Gottebenbildlichkeit des Menschen. Wie kam es zu dieser Entwicklung von der biblischen Marginalie zur heutigen Kernaussage der theologischen Anthropologie? War sie formal gerechtfertigt? Welchen materialen Wert hat die Rede vom Menschen als einem Gott ebenbildlichen Geschöpf in einer säkular und multikulturell geprägten Gesellschaft?

Zu beachten ist im Zusammenhang dieser Fragestellungen, dass die Begrifflichkeit im Laufe ihrer Interpretationsgeschichte große Wandlungen erlebt hat. Als besonders herausfordernd erweisen sich die Erkenntnisse der jüngeren Exegese, welche, wenn man sie in Bezug zur klassisch dogmatischen Interpretation der Ebenbildlichkeitsterminologie setzt, ein gewisses Umdenken erforderlich machen. Dennoch kann gerade diese Rückwirkung der exegetischen auf die systematische Theologie eine Richtigstellung und Weitung der Interpretation der Gotteben bildlichkeit bewirken, die dem Terminus zu einer ungewohnten Praktikabilität und Anknüpfungsfähigkeit, beispielsweise in zeitgenössischen ethischen Diskursen, verhelfen kann.

Alttestamentlicher Befund

Die Spitzenaussage von der Ebenbildlichkeit Gottes begegnet im Alten Testament erst spät, d. h. nachexilisch und dann auch nur in der Priesterschrift (Gen 1,26.27; 5,1; 9,6; mit einem indirekten Reflex in Ps 8,5ff.): „Und Elohim sagte: Wir wollen Menschen machen als [be] unser Bild [s¸äläm], etwa als [ke] unsere Gestalt [demut].“ Zum Ausdruck der Vorstellung der Gottebenbildlichkeit werden im Hebräischen zwei Substantive verwandt: S¸äläm und demut. S¸äläm bedeutet „Bild“, „Figur“ oder „Statue“, wobei exegetisch umstritten ist, ob man von der Grundbedeutung „Statue“ oder „Bild“ ausgehen soll. [...]


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